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Willy Wagner (*1998)
Zum Komponisten: 
Friedrich Sacher (*1992) erhielt seine erste musikalische Ausbildung im Fach Klavier und Orgel an der Musik- und Kunstschule „Ottmar Gerster“ Leipzig. 2011 bis 2015 folgte der B-Studiengang an der Evangelischen Hochschule für Kirchenmusik Dresden. Zusätzlichen Unterricht erhielt er in Komposition (Prof.Matthias Drude) und Chor-/Orchesterleitung (Prof.Matthias Geissler). Seit September 2015 ist er Student im Fach „Chordirigieren“ bei Prof. Hans-Christoph Rademann an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden und seit 2016 Kirchenmusiker der Annen-Matthäus-Kirchgemeinde Dresden.
 
 
In seiner Komposition „O Tod, wie bitter bist du?“, mit Bibeltexten aus dem Buch Sirach  und Dichtungen von Ämilie Juliane Gräfin von Schwarzburg-Rudolstadt, werden verschiedene Sichtweisen der Menschen auf den Tod gegenübergestellt. Menschen, „denen es gut geht, die genug zu Essen haben“, wie es im Text heißt, fürchten das Sterben, wohingegen das Urteil des Todes für den „Bedürftigen, dessen Kräfte schwinden, der dich [Gott] vor Augen hat, (…) der sich gegen alles auflehnt und die Hoffnung verloren hat“ als Wohltat anzusehen ist. Das Werk lenkt im weiteren Verlauf den Blick auf den Zuhörer selbst und soll dazu anregen, den persönlichen Bezug zum Tod zu hinterfragen.
 
 
Auch schon Johannes Brahms (1833-1897) vertonte den ersten Vers „O Tod, wie bitter bist du?“ im dritten Gesang der  „Vier ernsten Gesänge op. 121“, doch endet er nicht mit der Frage sondern mit einer Aussage: „O Tod, wie wohl tust du“. Genau dieses Denken, wie es auch schon Johannes Brahms über diesen Text hatte, sollten wir in die heutigen Zeit übernehmen. Wir sollten darauf vertrauen, dass am Ende alles gut wird.
 
 
„Ich leb‘ indes mit Gott vergnüget und sterb‘ ohn‘ alle Kümmernis. Mir g’nüget, wie es mein Gott füget, ich glaub‘ und bin es ganz gewiß: Durch deine Gnad‘ und Christi Blut: machst du’s mit meinem Ende gut!“ 
 
 
Jesus Christus hatte Vertrauen in seinen himmlischen Vater, welcher ihn am Ende erlöst hat. Und genau deshalb sollten auch wir den Schritt wagen und unser Vertrauen in  Jesus Christus setzten. 
 

 

Willy Wagner