Dominik Baumann (*1998)

 

 

Jean-Joseph Cassanéa de Mondonville (1711-1772) ist ein herausragend musikalischer Vertreter des französischen Spätbarocks. Obwohl er heute ein eher selten gespielter und auch unbekannter Musiker ist, war er zu seiner Zeit ein gefeierter Komponist und Violinvirtuose, welcher für König Louis XV. am Schloss Versailles langjährig als Hof-Compositeur tätig war. Als seine beliebtesten Werke galten wohl die „Grand Motets“, von denen heute noch neun von siebzehn erhalten sind. Einer dieser Psalmvertonungen ist die 1734 komponierte Motette „Dominus regnavit“ („Der Herr ist König“) über den Psalm 93.

 

 

Abwechslungsreich wird das Stück durch starke und aussagekräftige Chöre, die im Kontrast zu zarten und farbigen Solopartien stehen. Besonders eindrucksvoll ist der zweite Chor: Der Vers „HERR, die Fluten erheben die Stimme, die Fluten erheben ihr Brausen“ wird sowohl im Orchester als auch darauffolgend im Chor besonders bildlich in wellenförmigen Linien dargestellt. Als Zuhörer wird man sich inmitten eines Meeres wiederfinden, umgeben von kleinen als auch von majestätisch aufbrausenden Wellen. Diese plastischen Textausdeutungen sind typisch für den spätbarocken Komponisten, welche man auch bei seinen weiteren Motetten immer wieder vorfindet.

Clara Bauer (*1997)

Auf der Suche nach einem barocken Stück und beim Erforschen unbekannterer Komponisten und ihren Werken, sind wir auf diese Motette gestoßen und waren sofort beeindruckt und überwältigt von der Klangfülle des Stückes. Wir freuen uns darauf, den mitwirkenden Musikern und Zuhörern diese Musik nahe zu bringen und sie davon begeistern zu können. 

Wie der Psalmdichter vertrauen auch wir darauf, dass uns Gott beisteht und in Ewigkeit herrschen wird. Er ist mächtiger als die Wellen des Meeres und liebt uns so sehr, dass er uns befreit, indem er uns seinen Sohn gegeben hat.

Wir vertrauen darauf, dass Gott der Herr und König ist.

Clara Bauer & Dominik Baumann